Asbest

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ASBEST

In den frühen 1970er Jahren hielt ich es nach Anfrage von meinem Vater für eine gute Idee, das Garagendach meines Elternhauses von Moos und Dreck zu befreien. Also habe ich mit der Drahtbürste (!) in mühevoller Kleinarbeit das gewellte Dach sorgfältig gereinigt. Später habe ich gemerkt, dass mit meiner Lunge etwas nicht stimmt.

Es war immer eine gewisse Kurzatmigkeit und ein Druck für mich wahrzunehmen. So richtig durch Mark und Bein fuhr es mir aber erst, als meine Mutter mir erzählte, als ich schon in Berlin war, wie das Garagendach ausgetauscht wurde. Sie meinte damals, dass die Handwerker wie „Mondmenschen“ ausgesehen hätten.

Sie haben damals in Schutzanzügen und Atemmasken die Dachplatten abgeschraubt. Die waren nämlich aus Eternit. Da ist mir endgültig klar geworden, was mit mir nicht stimmt. Ich bringe auch die Kupferfinne (Akne rosacea) auf meiner Nase mit dieser Asbestvergiftung in Verbindung.

Anfang der 2000er Jahre habe ich viele wunderschöne Heilsteine erworben. Auch einen herrlichen, großen Serpentin als Donut. Als ich diesen das erste Mal um den Hals trug, habe ich fast keine Luft mehr bekommen. Diese Luftnot wurde mir schnell klar, als ich herausgefunden habe, dass Serpentin auch Asbest enthält. Kein guter Stein für mich!

Was je Gutes oder Böses über die Menschen gekommen ist, haben Menschen gemacht.   Adalbert Stifter

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